Hallesche Neubauten in der ersten Jahreshälfte 2018

Erneut ist es Zeit, einen Blick auf die zahlreichen Bauprojekte in Halle zu werfen. Die erste Jahreshälfte 2018 war vor allem von Abriss für Neubauten geprägt.

Unter anderem wurden die Supermärkte in der Krausenstraße und am Treff in Halle-Neustadt, die letzten Reste der Schokoladenfabrik Most an den Weingärten, die Eisfabrik in Passendorf, das Zementwerk in Nietleben, die Bahnhofsarkaden, das Straßenbahndepot in Ammendorf, Knolls Hütte in Dölau, das Verlagshaus in der Großen Brauhausstraße sowie die Nebenbrücke der südlichen Mühlgrabenbrücke am Glauchaer Platz beseitigt. Zudem wurde der Abriss der Kaufhalle an der Vogelweide verkündet, wo ebenfalls ein Neubau entstehen soll.

Brücken

Die Nebenbrücke, die die Kefersteinstraße in den Ratswerder führte, wurde zunächst mit einer schmalen Fußgängerbrücke flankiert und mittlerweile (Anfang Juli 2018) ist der Rohbau des Neubaus dieser Straßenbrücke schon deutlich vorangeschritten. Auf einem ähnlichen Stand ist der Umbau der Moritzburgbrücke, der ähnlich tiefgreifend ist, wie einst die Umbauten der Klausbrücke oder auch der Pfälzer Brücke.

Neue Ratswerderbrücke Anfang Juli 2018

Flächenumnutzung

Immer mehr ungenutzte Flächen sollen Neubauprojekten weichen. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, und es sind zumeist Wohnsiedlungen, die da entstehen. Rund um die tiefgreifende Umwidmung des Bürohochhauses in der Bugenhagenstraße sollen zum Beispiel neue Häuser erbaut werden, auf dem Holzplatz ist nun neben dem Planetarium im Gasometer auch eine neue Schule anvisiert.

Bebauungsfläche zwischen Bugenhagenstraße und Hafenstraße (Anfang Juli 2018)

Zunehmend werden aber auch genutzte Flächen, etwa die Parkplätze an der Brauhausstraße sowie an der Paracelsusstraße am Riebeckplatz, mit in die Planungen einbezogen. Der Hotel-Neubau an der Ecke zur Leipziger Straße, der den Riebeckplatz deutlich prägen wird, wächst mittlerweile in die Höhe, wohingegen die neuen Pläne immer wieder ausdiskutiert werden. Insbesondere, dass mittlerweile an allen vier Ecken Interessenten Hotels erbaut werden sollen, weckte hierbei Zweifel.

Hotelneubau am Riebeckplatz Anfang Juli 2018

Üblich ist es aber auch weiterhin, durch Abriss entstandene Freiflächen zu nutzen. Soll genau dort, wo sich – westlich des einstigen Interhotels – das „Fernsehwerk“ befand, eine Neubebauung entstehen. Lückenschlüsse soll es in der Schulstraße und in der Großen Ulrichstraße geben. Ungenutzte Areale wie die Kaserne an der Magdeburger Chaussee oder das Reichsbahnausbesserungswerk beim Hauptbahnhof sollen zu Gewerbegebieten werden. In Trotha hat man an der Ecke der Trothaer Straße zur Jupiterstraße einen Neubau errichtet.

Neubau Trothaer Straße Ecke Jupiterstraße (Anfang Juni 2018)

Weitere Neubauprojekte

Einen neuen Wohnpark hat man mittlerweile am Heideschlößchen in Dölau durchgesetzt und der Grundstein für dieses Großprojekt (8.000 Quadratmeter) wurde gelegt. Proteste von über 500 Einwohnern gegen dieses Projekt, das nicht zum dörflichen Charakter Dölaus passt, haben u. a. dazu geführt, dass statt der ursprünglich geplanten 52 nun nur 32 Wohnungen erbaut werden. Auch anstelle des beliebten Ausfluglokals Knoll’s Hütte entstehen Wohnneubauten in Dölau. Im Straßenbahndepot Ammendorf soll hingegen ein Einkaufszentrum entstehen.

Parallel dazu wächst der Star Park an der Stadtgrenze zu Queis um weitere Neubauten an, so hat ein Autozulieferer den Grundstein für ein neues Montage- und Verpackungszentrum gelegt. Richtfest feierte die neue gastronomische Einrichtung im Zoologischen Garten, weiter fortgeschritten sind die Neubauten in der Wielandstraße (Hort der Lessingschule) und an der Heideallee (Fraunhofer Institut), sowie die Erweiterung des Foyers des Steintorvarietes.

Hort-Neubau in der Hebbelstraße
Foyer-Anbau an der Rückseite des Steintor-Varietés Ende März 2018

Sporthallen

Auch im Bereich der Sporthallen tut sich einiges. Zum einen ist in der Langen Straße im April Richtfest für die Drei-Felder-Sporthalle gefeiert werden. Sie soll zum einen den Schülern des Cantorgymnasiums sowie des neuen Stadtgymnasiums dienen, zum anderen von Vereinen genutzt werden können. Sie ersetzt die beiden Sporthallen, die sich neben der Eissporthalle befanden und nach den Flutschäden abgerissen werden mussten.

Drei-Felder-Halle in der Langen Straße Anfang Juli 2018

Zum anderen hat die viele Jahre ruhende Baustelle am Böllberger Weg, ebenfalls in Glaucha, mittlerweile zumindest wieder ein Gerüst und auch ein Dach erhalten. Zudem ist nördlich von ihr eine neue Einfahrt in die Weingärten entstanden.

Sporthalle im Böllberger Weg Anfang Juli 2018

Ausblick

Weitere Großprojekte der nächsten Jahre sind ein Gefängnisneubau in der Frohen Zukunft, das Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof, die Spundwand am Gimritzer Damm, ein Wohngebiet neben der Böllberger Mühle, das Nachwuchsleistungszentrum auf der Silberhöhe, sowie der Neubau der Auenschule und der Kreuzung am Friedhof Neustadt. In der Jahresbilanz wurde der Neubau von 574 Neubauwohnungen für das Jahr 2017 verkündet, wofür über 200 Millionen Euro ausgegeben wurden. Abgeschlossen wurde mittlerweile auch der Ausbau des Güterbahnhofes. Auch hier wurden dreistellige Millionenbeträge investiert und Halle mit einem modernen Rangierbahnhof versehen, welcher als erster Neubau der Deutschen Bahn seit 25 Jahren gilt.

Hallesche Neubauten: Zweite Jahreshälfte 2017 / Erste Jahreshälfte 2017 / Drittes Jahresdrittel 2016 / August 2016

Literatur

Mitteldeutsche Zeitung

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