Hilfe bei Spielsucht – Kontaktadressen in Sachsen-Anhalt

Es gibt eine ganze Reihe von kompetenten Organisationen, bei denen Betroffene Hilfe finden können, wenn sie selbst von einer Spielsucht betroffen sind oder wenn sie glauben, dass sie zur Gruppe der gefährdeten Personen gehören.

Hilfe beim Anbieter

Abgesehen von den Beratungsstellen vor Ort findet man selbst auf den Websites von Casinos einige Hilfen rund um das Thema Spielsucht. Bei seriösen Anbietern werden zum Beispiel Links zu Organisationen eingebunden, die sich diesem Problem widmen und bei denen man auch anonym über das Internet zumindest einige Hinweise erhalten kann. Darüber hinaus gibt es natürlich technische Möglichkeiten, um das eigene Suchtverhalten schnell zumindest in den Griff zu bekommen. So kann man sich in einem Online-Casino für einen gewissen Zeitraum sperren lassen oder kostenlose Angebote mit Spielgeld nutzen – also nur noch mit einem virtuellen Guthaben spielen kann, nicht aber mit echten Einsätzen.

Mit Spielsucht können auch Kinder oder Jugendliche bereits in Berührung sein – hier gibt es auch viele Hilfsmöglichkeiten; aber allen voran sollten die Eltern und die Schulen hier einbezogen werden und bspw. Veranstaltungen abhalten.

Wer solche technischen Hilfen in Anspruch nimmt, hat das Problem natürlich noch nicht in den Griff bekommen, dafür ist schließlich in der Regel eine längere Therapie nötig. Um die möglichen finanziellen Probleme zu vermeiden, die mit einer Spielsucht einhergehen, sind solche Maßnahmen jedoch sehr wichtig. Der Kundenservice bei seriösen Betreibern von Glücksspielportalen ist bei solchen Fragen in der Regel sehr schnell und zuverlässig, schließlich ist es aus der Sicht der Betreiber technisch kein Problem, das Konto eines bestimmten Spielers zu sperren. Darüber hinaus würde es, wie oben schon erwähnt, sehr schnell für negative Schlagzeilen sorgen, wenn das Thema Spielsucht nicht ernst genommen wird.

Spielsucht-Therapien

Nachdem man die technischen Möglichkeiten ausgeschöpft hat, sollte man allerdings dafür sorgen, eine Therapie zu starten, um das Problem der Spielsucht auch langfristig in den Griff zu bekommen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, allgemein sollte man jedoch einige Monate für eine solche Therapie einplanen. Es ist kaum möglich, ein Verhalten, das sich in der Regel über einige Jahre hinweg gefestigt hat, innerhalb von wenigen Wochen rückgängig zu machen. Bei solch einer Therapie kann es zwar durchaus zu kurzfristigen Erfolgen kommen, hier wäre allerdings die Rückfallquote sicher sehr hoch. Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Spieler oder andere Organisationen können helfen, bspw:

Besonders wichtig im Rahmen einer Therapie gegen Spielsucht ist die Motivation des Betroffenen. Zum einen muss man sich selbst des Problems bewusst werden, zum anderen sollte man sich von Anfang an darüber klar sein, dass es auch nach dem Abschluss der Therapie keine Rückkehr zu dem vorigen Verhalten geben darf. Hier unterscheidet sich das Therapieren einer Spielsucht nicht von den Varianten für andere Formen von Sucht, die bei den Betroffenen ebenfalls ein hohes Maß an Selbsterkenntnis und vor allem Disziplin erfordern.

Liste von Beratungsstellen

Im Raum Halle gibt es zum Beispiel eine ganze Reihe von Beratungsstellen, die zwar nicht unbedingt selbst dafür sorgen, dass man sofort eine Therapie erhält, bei denen man aber schnell und unbürokratisch ein Hilfe erhält. Die Stadtmission ist eine solche Stelle:

Evangelische Stadtmission in Halle (Saale)

Weidenplan 3-5, 06108 Halle/Saale
Telefon 0345 – 2178-0
E-Mail: suchtberatung@stadtmission-halle.de

Ebenfalls bietet der Regionalverband Halle-Merseburg der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Beratungen an; Betroffene finden also Hilfe in vielen Lebenslagen:

AWO-Suchtberatungsstelle in Halle (Saale)

Trakehnerstraße 20, 06124 Halle (Saale)
Tel.: 0345 8057066
E-Mail: suchtberatung@awo-halle-merseburg.de 

Öffnungszeiten:
Mo: 9-15 Uhr
Di: 13-16 Uhr
Mi: 9-18 Uhr
Do: 13-18 Uhr
oder nach Vereinbarung

Offene Sprechzeiten (ohne Termin):
Mo: 13-15 Uhr
Mi: 10-12 Uhr

Offene Sprechzeit bei Essstörungen:
Di: 15-16 Uhr

Offene Sprechzeit bei pathologischem Glücksspiel:
Mi: 15-16 Uhr

Drogen- und Suchtberatungsstelle sucht-Hilfe e.V. in Lutherstadt Eisleben

Katharinenstraße 90
06295 Lutherstadt Eisleben

Telefon 034651-43102
Fax 034651-43103
E-Mail: info@sucht-hilfe-ev.de
Webseite http://www.sucht-hilfe-ev.de

Landeskoordinationsstelle Glücksspielsucht in Sachsen-Anhalt

Halberstädter Straße 98
39112 Magdeburg

Telefon: 0391 56807-21
Telefax: 0391 56807-16

Website: www.gluecksspielsucht-lsa.de

Christian Allner (HSN-Redaktion)
Über Christian Allner (HSN-Redaktion) 69 Artikel
Als Schrift-Architekt berät und betreut Christian Allner seit 2011 KMUs aus Mitteldeutschland. Er arbeitet, studiert und lehrt (u.a. an der Uni Halle) zu Social Media, Marketing, Onlinerecht und spannenden digitalen Themen. Sein Fokus liegt auf Blogs, Plattformen wie Facebook, Tumblr und Pinterest, soziale Netzwerke und andere Trends. Parallel organisiert er Seminare und Workshops.Ein begeisterter Hobbykoch – kaufmännisch ausgebildet und multimedial studiert. Kreativer Texter, Dozent und Übersetzer. Sie können ihn hier unterstützen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*