Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff startet Bürgerarbeit im Saalekreis

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Ende Januar hat Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff im Merseburger Kundencenter des Eigenbetriebes für Arbeit an die ersten zwölf bisher Langzeitarbeitslosen die Arbeitsverträge für eine Tätigkeit im Projekt „Bürgerarbeit“ übergeben.

Zehn Frauen und zwei Männer aus Bad Dürrenberg sind es, die am 1. Februar eine Tätigkeit im Sozial-, Sport- oder Kulturbereich begonnen haben. Für drei Jahre üben sie eine sozialversicherungspflichtige Arbeit aus, für die sie bei 30 Wochenstunden eine Entlohnung von 900 Euro erhalten.

Bei der Auswahl der „Bürgerarbeiten“ ist darauf geachtet worden, dass es sich in jedem Falle um zusätzliche Tätigkeiten handelt – also solche, durch die keine regulären Jobs verdrängt werden. „Bürger engagieren sich für andere Bürger“ das soll nach Minister Haseloffs Worten der Leitgedanke der Bürgerarbeit sein. Es solle lieber Arbeit finanziert werden als Arbeitslosigkeit, betonte der Minister bei der Merseburger Auftaktveranstaltung.

Das Projekt leiste auch einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Bekämpfung von Schwarzarbeit.
Bundesweit – so der Minister weiter – beteiligen sich inzwischen 50% aller Kommunen an der Bürgerarbeit, die vor vier Jahren zunächst als Pilotprojekt in Bad Schmiedeberg gestartet worden war.
Insgesamt 1,3 Milliarden Euro setzt der Bund inzwischen dafür ein.
Von den 163 000 für die Bürgerarbeit aktivierten Langzeitarbeitslosen deutschlandweit sind 28 000 in Sachsen-Anhalt beheimatet. Mit anderen Worten: Jeder siebente Bürgerarbeiter wird an Elbe und Saale zuhause sein.

Landrat Frank Bannert erklärte, warum die ersten „Bürgerarbeiter“ alle aus Bad Dürrenberg kommen: Im Vorfeld war festgestellt worden, dass dort die besten Bedingungen für zusätzliche Sozial-, Sport- und Kulturjobs bestehen.

Der Leiter des Eigenbetriebes, Roland Schimek, wies darauf hin, dass im Altkreis Merseburg-Querfurt insgesamt 650 Langzeitarbeitslose für die Bürgerarbeit aktiviert werden. 190 von ihnen sollen einen Bürgerarbeitsplatz erhalten. Im früheren Saalkreis werden 500 Langzeitarbeitslose
aktiviert – für sie stehen 100 Bürgerarbeitsplätze zur Verfügung.

Perspektiven
Während die Bundesregierung bei einigen anderen Beschäftigungsprojekten, die sich als nicht besonders effektiv erwiesen haben, Kürzungen angekündigt hat, sollen die Mittel für Bürgerarbeit steigen. Nach gegenwärtig geltender Festlegung läuft eine 2011 begonnene Bürgerarbeit 2014 aus. „Es wird noch viel Überzeugungsarbeit notwendig sein, Verlängerungen zu erreichen“, sagte der Wirtschafts- und Arbeitsminister. Aber auch in der Zwischenzeit – also während der jetzigen Dreijahresphase – sind die Bürgerarbeiter nicht aus den üblichen Vermittlungsbemühungen
des Eigenbetriebes ausgeschieden. Im Gegenteil: Die Chancen der Bürgerarbeiter auf Vermittlung in einen regulären Arbeitsplatz steigen.

Saale Kurier

1 Kommentar zu Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff startet Bürgerarbeit im Saalekreis

  1. Im Gegenteil: Die Chancen der Bürgerarbeiter auf Vermittlung in einen regulären Arbeitsplatz steigen.“

    glaubt man das wirklich?.

    Das ist lachhaft sonst nichts

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