Weihnachtsbeleuchtung Was ist erlaubt? Was ist gefährlich?

Immer häufiger sieht man von November bis Januar ganze Häuserfassaden illuminiert mit Lichterketten. Rentiere und Schneemänner stehen hell erleuchtet im Vorgarten, am Fenster blinken Sterne. Vielleicht klettert gar noch ein Nikolaus am Balkon. Wie viel Beleuchtung ist erlaubt? Welche Lichter können gefährlich werden, und was muss beim Umgang mit Kerzen beachtet werden?

Auch Weihnachtsdekoration hat ihre Grenzen

An rechtliche Grenzen stößt die Dekoration, wenn beispielsweise die Festbeleuchtung das Schlafzimmer des Nachbarn in grelle Farben taucht und ihm den Schlaf raubt. Rechtlich umstritten ist auch der Nikolaus als Fassadenkletterer. Auf jeden Fall muss er so montiert sein, dass er bei einem Sturm niemanden gefährdet. Ein Vermieter kann untersagen, dass Nikolausfiguren an der Hauswand angebracht werden.

Wenn es wegen der Festbeleuchtung Ärger mit Nachbarn, Mieter oder Vermieter gibt und es zu rechtlichen Auseinandersetzungen kommt, hilft Ihnen der Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz der Allianz das finanzielle Risiko eines Rechtsstreits abzusichern.

Warnung vor gefährlichen Lichterketten

Unermüdlich leuchten und blinken die Weihnachtslichter. Das ist eine große Belastung für kleine Glühlampen. Deshalb sollten Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, damit schadhafte Produkte keinen Brand entfachen oder schlecht isolierte Lichterketten keinen Stromschlag abgeben.

Kauf: Woran Sie sichere Produkte erkennen

  • Achten Sie auf das Prüfsiegel. Das CE-Zeichen ist kein Zeichen einer unabhängigen Stelle. Entscheidend sind das VDE-Siegel oder das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit.
  • Stehen auf der Verpackung die wichtigsten elektrischen Daten und Warnhinweise? Liegt eine Bedienungsanleitung in deutscher Sprache bei? Kaufen Sie niemals Produkte ohne Leistungsangabe. Zur Orientierung: Bereits 40 Watt sind sehr viel für eine fünf Meter lange Lichterkette.

Installation: Erst prüfen, dann montieren

  • Verwenden Sie im Freien nur Lichter, die für den Außenbereich ausdrücklich geeignet sind.
  • Keine provisorischen Verlängerungskabel, nur Leitungen und Außensteckdosen mit Spritzwasserschutz benutzen. Optimal sind FI-Schalter.
  • Umwickeln Sie die kleinen Glühlämpchen niemals mit Papier oder anderem Material, Brandgefahr!
  • Prüfen Sie jedes Jahr vor Inbetriebnahme alle Lichtdekorationen auf schadhafte Stellen.
  • Werfen Sie Lichterketten immer weg, wenn gleich mehrere Glühlämpchen ausfallen. Die restliche Spannung verteilt sich auf die intakten, die sich leicht überhitzen können.
    Das gleiche gilt, wenn Kabelisolierungen beschädigt sind.
  • Zusätzliche Sicherheit bieten Lichterketten mit Trafo, die nicht direkt an die Steckdose angeschlossen werden. Die Stromspannung erreicht maximal 50 statt 230 Volt.
  • Zur Vorsorge gehört auch die finanzielle Absicherung.
Stimmungsvolle Stromfresser: Spartipps für die Weihnachtsbeleuchtung

Allein drei Leuchtschlangen verbrauchen in fünf Wochen so viel Strom wie ein moderner Kühlschrank mit Vier-Stern-Gefrierfach im Jahr, was knapp 40 Euro entspricht. Eine Strom sparende Alternative sind LED-Lampen. Sie verbrauchen im Vergleich zu normalen Glühlämpchen bis zu 90 Prozent weniger Strom. Mit Zeitschaltuhren lässt sich der Stromverbrauch noch weiter reduzieren, die Lichter brennen dann nur stundenweise.

Sicherheitstipps für Weihnachten mit echten Kerzen

Wegen brennender Kerzen am Adventskranz oder Christbaum muss die Feuerwehr jedes Jahr rund 15 000 Mal ausrücken. Kein Wunder, trocknen doch wochenlang Adventskränze und auch Weihnachtsbäume vor sich hin. Eine umgefallene Kerze reicht aus, und die dürren Nadeln entzünden sich explosionsartig.

 
Rauchmelder sind Lebensretter

Ein Rauchmelder gehört in jede Wohnung

Er ist nicht teuer und kann Ihr Leben retten. Bereits für knapp 20 Euro ist er im gut sortierten Fachhandel erhältlich. Kaufen Sie zu Ihrer Sicherheit nur Produkte mit VdS-Prüfsiegel oder GS-Zeichen.

Autor: Tino Illgen (Bilder Allianz)

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