Tipps für eine gelungene Bewerbung

Die Abiturzeit rückt unaufhörlich wieder näher und bald werden Schüler in Halle und im Saalekreis wieder über ihren Abschlussprüfungen. Doch danach stehen Studium oder Ausbildung an und man muss im Bestfall schon vorher alle Bewerbungen rausgeschickt haben. Etwa 1 Jahr vor einer Ausbildung sollte man mit den Bewerbungen anfangen.

Die eigenen Bewerbungsunterlagen bestimmen nicht selten über den weiteren beruflichen Werdegang. Viele Wege führen zu dem gewünschten Bewerbungserfolg, wenn man sich für eine neue oder nach dem jeweiligen Abschluss für die erste Stelle im Halle Saalekreis bewirbt. Doch meistens führt keiner davon an der Erstellung einer Bewerbung vorbei. Dies gilt natürlich gleichermaßen für Ausbildungsstellen.
Doch wie muss eine Bewerbung aussehen, damit diese den Ansprüchen des Wunscharbeitgebers voll gerecht wird und das Tor zum Jobinterview öffnet? Genau darauf wollen wir in diesem Artikel eingehen.

Der Anfang aller Bewerbung ist schwer.
Der Anfang aller Bewerbung ist schwer.

An der vollständigen Bewerbung kommt man selten vorbei

Ohne Frage, die Bewerbung ist die erste Hürde auf dem Weg zu einem neuen Arbeitsvertrag. Die Konkurrenz ist nicht nur im Halle Saalekreis groß, sondern deutschlandweit. Die Stellen mit guter Bezahlung und interessanten Aufgabenfeldern sind begehrt und aufgrund der Ausschreibung im Internet finden auch Bewerber aus anderen Regionen die jeweilige Stellenausschreibung. Die Onlinebewerbung hat die Bewerbung mit einer klassischen Mappe nahezu gänzlich abgelöst. Da der Arbeitgeber einen persönlich nicht kennt, und ihm nur die eingehenden Bewerbungen als Auswahlkriterium zur Verfügung stehen, ist es sehr wichtig, dass man mit den eigenen Unterlagen direkt überzeugt.
Man kann die Bewerbung schreiben lassen, beispielsweise von einer Person im Familien- und Bekanntenkreis, der schon viel Erfahrung im Bereich Bewerbung hat, oder sich mit einem guten Ratgeber selbst in das Thema einarbeiten. Letztere Vorgehensweise kann nie schaden, denn, wenn man erst einmal die hinter einer guten Bewerbung stehenden Prinzipien richtig verstanden hat, kann man dieses Wissen immer wieder für zukünftige Bewerbungsvorhaben heranziehen.

Die Merkmale einer ansprechenden Bewerbung

Eine Bewerbung wird seitens eines Arbeitgebers dann als gut empfunden, wenn der Gesamteindruck stimmt und wenn dieser merkt, dass man sich als Bewerber Mühe beim Schreiben der Unterlagen gegeben hat. Dies ist beispielsweise dann erreicht, wenn die eigene Bewerbung explizit auf den jeweiligen Arbeitgeber eingeht und auf die Verwendung zu allgemeiner Anschreiben verzichtet. Daher ist es auch verständlich, dass man mit den weit verbreiteten Bewerbungsmustern nicht weit kommt.
Viele Bewerbungsmuster ähneln sich sehr stark und bestehen aus den üblichen Floskeln. Die inhaltliche Aussage der meisten Bewerbungsmuster geht gen Null und deren Nutzung zeigt nur, dass man sich als Bewerber keine wirkliche Mühe bei der Anfertigung des Anschreibens machen wollte. Ein gelungenes Anschreiben erkennt man an den folgenden Merkmalen:

  1. Das Anschreiben ist an die richtige Person oder Abteilung beim Arbeitgeber gerichtet.
  2. Vom Umfang her darf das Anschreiben nicht länger als eine normale DIN-A4-Seite sein.
  3. Falls vorhanden, ist die Referenznummer in die Betreffzeile mit aufzunehmen.
  4. Der Inhalt des Anschreibens wird in mehreren Textabschnitten aufgeteilt.
  5. Das Anschreiben gibt einen Überblick zur eigenen Person und erläutert anhand von konkreten Argumenten, warum man für die jeweilige Stelle geeignet ist.
  6. Niemals dürfen negative Themen im Anschreiben angesprochen werden; es muss aus einer grundsätzlich positiven Perspektive heraus geschrieben werden.
  7. Im Anschreiben sollte man immer auf den Arbeitgeber eingehen und erläutern, warum man sich gerade bei diesem bewirbt.
  8. Rechtschreibung und Grammatik sowie Zeichensetzung müssen einwandfrei sein.
  9. Sofern weitere Daten, beispielsweise ein frühestmöglicher Eintrittstermin oder ein Gehaltswunsch, in der Stellenanzeige gefordert sind, müssen diese unbedingt im Anschreiben benannt werden.
  10. Das Anschreiben muss unterschrieben werden und das aktuelle Datum tragen.

Selbstverständlich darf das Anschreiben dem Lebenslauf keinesfalls widersprechen. Auch der Lebenslauf muss im Einklang mit den Anforderungen seitens der Arbeitgeber stehen. Diese sind in der Regel:

  1. Im Lebenslauf finden nur relevante Informationen Platz.
  2. Es ist die antichronologische Reihenfolge zu wählen, d.h. Aktuelles zuerst, Vergangenes danach.
  3. Für den Lebenslauf ist darauf zu achten, dass sich keine zeitlichen Lücken ergeben, da alle Zeitangaben mit Monat und Jahr angegeben werden müssen.
  4. Jede wichtige Station im Lebenslauf sollte mit ein paar Stichpunkten erläutert werden.
  5. Sofern kein Deckblatt verwendet werden soll (z. B. für eine Onlinebewerbung), ist das Bewerbungsfoto im Lebenslauf zu integrieren.
  6. Unpassende Hobbys sollten nicht aufgeführt werden.
  7. Negatives ist im Lebenslauf nur soweit wie nötig zu thematisieren, denn einen Arbeitgeber interessieren die Stärken.

Wenn Anschreiben und Lebenslauf erstellt worden sind, fehlt nur noch die Zeugnisanlage. Dort finden sich normalerweise die folgenden Dokumente in einer bestimmten Reihenfolge:

  1. Die letzten drei Arbeitszeugnisse in antichronologischer Reihenfolge.
  2. Die Ausbildungszeugnisse und Nachweise.
  3. Sonstige Zertifikate und Dokumente, beispielsweise für Weiterbildungen.

Abgerundet wird eine professionelle Bewerbung durch „saubere“ PDF-Dateien oder durch eine hochwertige Bewerbungsmappe. Im ersten Fall ist darauf zu achten, dass die PDF-Dateien die vorgegebene Größe von ca. 2 – 3 MB nicht überschreiten. Für die E-Mail-Bewerbung kann man die gesamte Bewerbung in einer einzigen Datei versenden. Bei den üblichen Onlineportalen größerer Unternehmen oder Organisationen ist es eher üblich, dass man aufgefordert wird, das Anschreiben und den Lebenslauf sowie die Anlagen in einzelnen Dateien getrennt voneinander hochzuladen. Sollte die Bewerbung noch per Post verschickt werden, so ist es nicht empfehlenswert, am Preis und damit an der Qualität zu sparen.

Das Fazit: Mühe bei der Bewerbungserstellung zahlt sich aus

Eine gute Bewerbung sticht aus dem Papierkram heraus.
Eine gute Bewerbung sticht aus dem Papierkram heraus.

Wer in der Region oder außerhalb eine realistische Chance auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch haben möchte, sollte Zeit und Mühe in die Bewerbungsunterlagen investieren. Dies lohnt sich, denn Arbeitgeber laden Bewerber nur ein, die neben den erforderlichen Qualifikationen auch eine aussagekräftige Bewerbung einreichen. Qualität setzt sich an dieser Stelle klar durch. Hat man eine richtig gute Bewerbung erst einmal erstellt, kann man diese auch leicht für weitere Stellen oder für zukünftige Karriereabsichten nutzen. Zudem ist es viel motivierender, als andauernd Absagen oder ausbleibende Rückmeldungen bei der Verwendung von Bewerbungsmustern zu erhalten. Viel Erfolg bei der Bewerbung!

Christian Allner (HSN-Redaktion)
Über Christian Allner (HSN-Redaktion) 74 Artikel
Als Schrift-Architekt berät und betreut Christian Allner seit 2011 KMUs aus Mitteldeutschland. Er arbeitet, studiert und lehrt (u.a. an der Uni Halle) zu Social Media, Marketing, Onlinerecht und spannenden digitalen Themen. Sein Fokus liegt auf Blogs, Plattformen wie Facebook, Tumblr und Pinterest, soziale Netzwerke und andere Trends. Parallel organisiert er Seminare und Workshops.Ein begeisterter Hobbykoch – kaufmännisch ausgebildet und multimedial studiert. Kreativer Texter, Dozent und Übersetzer. Sie können ihn hier unterstützen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*