Razzia in der Rockerszene – 8 Kilogramm Cannabis

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Erfolgreiche Durchsuchungen im Rockermilieu

Schon seit Monaten werden Ermittlungen gegen Personen aus dem Bereich der Rockerszene geführt. Bei den Ermittlungen geht es um den Verdacht der illegalen Einfuhr von Dopingmitteln, deren Herstellung sowie des Handelns damit. Außerdem gab es Ermittlungen wegen dem Verdacht der räuberischen Erpressung sowie dem Verdacht von Verstößen gegen das Urheber- und Markenrecht und Betäubungsmittelgesetz. Mehr als 15 Tatverdächtige stehen dabei im Visier der Ermittlungsbehörden.

Ermittlungen gab es in diesem Verfahrenskomplex durch die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd, das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt, das Zollfahndungsamt Dresden sowie die Staatsanwaltschaft in Halle (Saale).

Heute früh kam es dann zu Durchsuchungsmaßnahmen in etwa 40 Objekten. Bei den Objekten handelt es sich um Wohn- und Geschäftsräume von verdächtigen Personen. So u.a. wurden Räumlichkeiten in Halle (Saale), Leipzig, Berlin sowie Dormagen durchsucht. Die Durchsuchungsmaßnahmen begannen gegen 06:00 Uhr.

Die Durchsuchungen hat das Amtsgericht Halle (Saale) angeordnet.

Im Zuge der Einsatzmaßnahmen konnten umfangreiche Beweismittel gesichert werden. So u.a. wurden ca. 8 Kilogramm Cannabis, mehrere Kilogramm Anabolika, etwa 10 Kilogramm einer bis dato unbekannten Substanz, über 20 Waffen, verbotene Gegenstände (z.B. Totschläger, Schlagring), eine Aufzuchtanlage für Hanfpflanzen und ein Labor zur Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln aufgefunden und sichergestellt. Der Wert der sichergestellten Drogen, Anabolika und Medikamente wird mindestens auf mehrere zehntausend Euro geschätzt.

Sichergestellt wurden ebenfalls 22 000,- Euro Bargeld. Woher diese stammen muss noch geprüft werden.

In Berlin fand man 1600 Kartons mit Sportschuhen verschiedener Marken. Es wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um Fälschungen handelt. Deren Wert wird auf etwa 100 000,- Euro beziffert.

Bei den sichergestellten Waffen handelt es sich zum großen Teil um Schreckschusswaffen. In wie weit ein Teil dieser Waffen schussfähig sind muss noch geklärt werden.

Die Polizei geht davon aus, dass das sichergestellte Labor zur Herstellung von Anabolika genutzt wurde und es sich dabei um eine professionelle Anlage handelt, die einen Wert von mehreren zehntausend Euro hat.

Drei Personen nahmen die Einsatzkräfte vorläufig fest. Bei ihnen handelt es sich um zwei Hallenser im Alter von 32 und 43 Jahren sowie einen 31jährigen Mann aus Leipzig. Die Festnahmen erfolgten wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

An den heutigen Maßnahmen waren mehr als 450 Einsatzkräfte beteiligt. Im südlichen Sachsen-Anhalt waren Bedienstete der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd, der Landesbereitschaftspolizei, des Landeskriminalamtes, der Staatsanwaltschaft Halle sowie vom Zollfahndungsamt Dresden im Einsatz. In Berlin waren Einsatzkräfte der dortigen Landespolizei sowie vom Zoll vor Ort, in Leipzig der Landespolizei, einschließlich des Landeskriminalamtes Sachsen sowie die Staatsanwaltschaft Leipzig und in Nordrhein Westfalen Landespolizisten.

Die Ermittlungen in dem Verfahrenskomplex sind noch lange nicht abgeschlossen. Eine Nennung weiterer Details zu den Ermittlungen ist aus verfahrenstechnischen Gründen derzeit nicht möglich.

Polizeidirektion
Sachsen-Anhalt Süd
28.08.2013

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