Polizeiliche Kriminalstatistik 2011 für den Bereich der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd

  • -Weniger Straftaten
  • -Aufklärungsquote konstant
  • -Trotz sinkender Bevölkerungszahlen geht Häufigkeitszahl weiter zurück
  • -Anteil sowie die Anzahl der Jungtatverdächtigen weiter rückläufig

Anzahl der Fälle, Aufklärung Anzahl der Tatverdächtigen

Im Jahr 2011 wurden insgesamt 59.079 Fälle in der Polizeilichen Kriminalstatistik registriert. Das sind 798 Fälle (-1,3%) weniger als im Vorjahr. Insgesamt wurden 58,0 % der Straftaten (34.268) aufgeklärt. Dies sind 1,1 % weniger als 2010, folgt jedoch dem Landestrend von 57,4 % Aufklärung. Die Häufigkeitszahl, also die Anzahl der erfassten Straftaten auf 100.000 Einwohner, liegt bei 8087. Im Jahr davor lag diese bei 8164.

Tatverdächtige wurden 22.879 ermittelt, was 304 (1,3 %) mehr im Vergleich zum Vorjahr waren. Der Anteil der Jungtatverdächtigen betrug 20,2 %. Dies ist durchaus positiv zu betrachten, da dieser 2009 noch bei 24,6 % und 2010 bei 21,8 % lag.

Anteile an der Gesamtkriminalität/Aufklärung

Diebstahl hat mit 39,4 % (23.212 Fälle) den höchsten Anteil an der Gesamtkriminalität. Dies ist ca. 1 Prozentpunkt mehr (301 Fälle) als 2010. Zugenommen haben insbesondere Baustellendiebstähle, Diebstähle an Kraftfahrzeugen, Diebstähle in/aus Kellerräumen sowie in/aus Warenhäusern, Verkaufsräumen und Kiosken. Hingegen weniger Diebstähle wurden in/aus Büros und Lageräumen sowie Gaststätten, Hotels und Pensionen angezeigt.

Insgesamt 33,4 % der Diebstahlsdelikte wurden aufgeklärt.

Sonstige Straftatbestände (z.B. Sachbeschädigungen, Straftaten gegen Polizeibeamte) haben einen Anteil an der Gesamtkriminalität von 23,7 %. Gegenüber 2010 ist das ein minus um 0,2 Prozentpunkte bzw. 338 Fälle. Besonders bei den Sachbeschädigungen waren die Fallzahlen rückläufig. Hingegen gab es bei den Straftaten gegen Polizeibeamte  25,3 % (49 Fälle) mehr. 55,8 % der Fälle (2010=55,9%) wurden in diesem Deliktsfeld geklärt.

Der Anteil bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten liegt mit 9507 Fällen bei 16,1 %. Im Jahr 2010 lag die Zahl noch bei 18,2 % (10942 Fälle), was einen Rückgang um 2,1 % bedeutet. Weniger Fälle wurden bei Betrugsdelikten sowie Beförderungserschleichungen registriert. Mehr Fälle hingegen bei Urkundenfälschen sowie Unterschlagungen.

80,5 % (2010=84,9%) bezogen auf alle Fälle der Vermögens- und Fälschungsdelikte wurden aufgeklärt.

Bei den Rohheitsdelikten gab es einen leichten Anstieg um 0,6 %. Insgesamt wurden hier 8836 Fälle (14,9 % der Gesamtkriminalität) erfasst. 2010 lag der Anteil an der Gesamtkriminalität bei 14,7 %. Aufgeklärt wurden 88,2%.

Im Bereich der Gewaltkriminalität wurden insgesamt 2071 Fälle registriert. Das sind 3,5 % weniger als 2010. Vor fünf Jahren wurden hier noch 2476 Fälle gezählt. Diese Fälle haben einen Anteil an der Gesamtkriminalität von 3,5 %. Die Aufklärungsquote liegt bei

76,8 %. Bei Gefährlichen bzw. schweren Körperverletzungen wurden 126 Fälle weniger gezählt. Raubstraftaten waren es 52 Fälle mehr als 2010. Wobei mit Insgesamt 495 Fällen haben diese einen Anteil an der Gesamtkriminalität von 0,8 %. Raubüberfälle und räuberische Erpressungen zum Nachteil von Geldinstituten sowie Geschäften sind rückläufig (- 9 Fälle bzw. -28 % gegenüber 2010).

2011 lag der Anteil der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung bei 0,7 %. Insgesamt 88,3 % wurden aufgeklärt (2010= 86,7).

Straftaten gegen das Leben haben einen Anteil an der Gesamtkriminalität von 0,06 % (34 Fälle, darunter waren zwei Mordfälle). Aufgeklärt wurden 91,2 % der Fälle.

Rauschgiftdelikte wurden im Jahr 2011 wieder mehr registriert. Insgesamt waren das 2252 Fälle, was einen Anstieg um 572 Fälle (34 %) bedeutet. Aufgrund polizeilicher Maßnahmen (z.B. Einrichtung einer Ermittlungsgruppe; Zusammenarbeit mit anderen Dienststellen und Behörden) konnten insbesondere Verstöße wegen illegalen Handels und Schmuggels festgestellt werden. Die Aufklärung bei diesen Delikten lag 2011 bei 92,5 % (2010=93,4%).

 

Umzug des Lage- und Führungszentrums

Das Lage- und Führungszentrum (LFZ) der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd ist am heutigen Vormittag vorübergehend aus dem Gebäude der Direktion in Halle, Merseburger Straße 06 ausgezogen. Seit heute Mittag befindet sich das LFZ im Polizeirevier Saalekreis, Hallesche Straße 96/98. Bis voraussichtlich zum Ende dieses Jahres wird das Lagezentrum dort seinen Sitz haben. Für die Bürger der Stadt Halle hat dies keine Auswirkungen, wählen sie den Notruf 110 werden sie automatisch nach Merseburg umgeleitet und die benötigte Hilfe wird umgehend von den dort tätigen Polizeibeamten organisiert.

Der Umzug ist notwendig, da das Lage- und Führungszentrum künftig die Notrufe aller Reviere der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd entgegennehmen wird. Dies bedeutet, dass Räumlichkeiten und moderne Technik in größerem Umfang benötigt werden. Zur Realisierung dieser Arbeiten machte sich daher der Umzug des Lage- und Führungszentrums notwendig.

 Quelle: Pressemitteilungen der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd


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