Neue Fachkräfte finden mit PFIFF

Fachkräfteportal Pfiff

Die Sicherung des zukünftigen Fachkräftebedarfs der Wirtschaft des Landes Sachsen- Anhalt ist eine der zentralen wirtschaftspolitischen Herausforderungen der nächsten Jahre. Daher hat das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit schon im letzten Jahr eine Fachkräftestudie für das Land Sachsen- Anhalt erstellt, die eine wichtige analytische Grundlage für die Entwicklung der Fachkräftestrategie darstellt.

Aus dieser Studie ist ersichtlich, dass durch die zukünftige Abnahme und Alterung der Bevölkerung die Zahl der Erwerbspersonen in Sachsen- Anhalt deutlich sinken wird. Schon bis zum Jahr 2016 wird von einem Rückgang um rund 155.000 Personen ausgegangen. Damit wird es für Unternehmen zukünftig schwerer, geeignete Fachkräfte zu finden. Trotz des Rückgangs des Arbeitskräfteangebots ist bis zum Jahr 2016 noch kein flächendeckender Fachkräftemangel zu befürchten.

Die Situation wird sich aber aufgrund der weiter anhaltenden Reduktion des Erwerbspersonenpotentials bis 2025 in den Folgejahren deutlich verschärfen. Dabei haben aber nicht nur quantitative Aspekte infolge des demographischen Wandels Einfluss auf die prognostizierte Fachkräftesituation der Wirtschaft im Land Sachsen- Anhalt. Auch qualitative Aspekte, z.B. das Qualifikationsniveau der Erwerbspersonen oder die Attraktivität der Arbeitsbedingungen im Land für Fachkräfte sind bei dieser Betrachtung zu berücksichtigen.

Nach den Ergebnissen des IAB- Betriebspanels, einer repräsentativen jährlichen Befragung von Betrieben, konnten im ersten Halbjahr 2009 fast 20 % aller durch die Wirtschaft angebotenen Arbeitsplätze im Land Sachsen- Anhalt nicht durch adäquate Fachkräfte besetzt werden. Vor allem bei Stellen, in denen der Abschluss eines (Fach-) Hochschulstudiums vorausgesetzt wurde, zeigten sich Schwierigkeiten bei der Einstellung. So konnte dort jede dritte Stelle aufgrund fehlender geeigneter Bewerber nicht besetzt werden.

Bei den Stellen mit dem Anforderungsprofil einer abgeschlossenen Berufsausbildung belief sich dieser Anteil der Nichtbesetzung immerhin noch auf 14 %. Dies verdeutlicht, dass es bereits gegenwärtig partiell zu Fachkräfteengpässen kommt, wenngleich in der Summe ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit unternimmt daher erhebliche Anstrengungen, um Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften und der erfolgreichen und passgenauen Besetzung freier Stellen zu unterstützen. Die gesamte Breite der Anstrengungen ist im Fachkräftesicherungspakt, der in diesem Jahr auch unter Beteiligung der kommunalen Spitzenverbände abgeschlossen werden konnte, dokumentiert.

Ein wichtiges Instrument ist dabei das Fachkräfteportal PFIFF. Dieses Projekt richtet sich an Fachkräfte, die ihre berufliche Perspektive in Sachsen-Anhalt sehen und an Unternehmen, die qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen. PFIFF erhöht durch eine allgemein zugängliche Datenbank die Transparenz auf dem Arbeitsmarkt für Fachkräfte, stellt Kontakte zwischen Fachkräften und Unternehmen her und
unterstützt Unternehmen als Lotse bei der Besetzung freier Stellen. Die Unterstützungsleistungen des Projektes PFIFF sind für Unternehmen kostenfrei.

Weitere Informationen zu dem Projekt sind auf der Internetseite http://www.pfiff-sachsen-anhalt.de zu finden.

 

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