Einsatzkräfte stürmten das falsche Haus – Polizei entschuldigt sich

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Fehlerhafter Polizeieinsatz – Polizei entschuldigt sich bei Betroffenen

Heute früh kam es in Obhausen, einer Ortschaft im Saalekreis, zu Einsatzmaßnahmen der Polizei. Der Einsatz begann um 06:00 Uhr. Im Zuge dieser Maßnahmen sollte ein Haus im Ort durchsucht werden, mit dem Ziel illegale Drogen sowie andere Beweismittel aufzufinden. Die Durchsuchung richtete sich gegen einen 36jährigen Mann, welcher im Verdacht steht mit Drogen zu handeln. Polizei und Staatsanwaltschaft hatten aufgrund erfolgter Ermittlungen im Vorfeld bei Gericht einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt.

Kurz vor 07:00 Uhr kam es dann leider zu dem fehlerhaften Einsatz. Einsatzkräfte drangen zunächst in das falsche Haus ein, in dem sich ein Ehepaar (40 und 41 Jahre) sowie ihre beiden 17jährigen Söhne aufhielten. Die Mutter sowie einer der beiden Jungen wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. Beide suchten einen Arzt auf.

Die Polizei bedauert das Geschehene sehr. Noch in den Vormittagsstunden entschuldigte sich der amtierende Leiter des Polizeireviers Saalekreis, Polizeioberrat Aust, persönlich beim Vater der Familie.

Die Gründe für den fehlerhaften Einsatz werden nunmehr untersucht. Darüber hinaus wurden Ermittlungen gegen die handelnden Polizeibeamten eingeleitet. Entstandenen Schäden sollen den Betroffenen schnellstmöglich ersetzt werden.

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen in dem eigentlich vorgesehenen Wohnhaus wurden Beweismittel sichergestellt, wie Drogen, Utensilien zum Handel mit Betäubungsmitteln sowie eine größere Menge an Bargeld.

Pressemitteilung Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd 05.06.12

3 Kommentare zu Einsatzkräfte stürmten das falsche Haus – Polizei entschuldigt sich

  1. Was herrschen bei unserer Polizei eigentlich für Zustände? Hier soll der Bürger noch Vertrauen haben…
    Da hat der Sohn ja noch Glück,dass die Polizei gnädigerweise auf eine Anzeige wegen Widerstandes verzichtet…. Ist das nicht zum Lachen? Der Einsatzleiter gehört entlassen,die tätlich gewordenen Beamten bestraft,die Familie entschädigt und entstandene schäden durch die Polizei umgehend repariert.
    Schönen Gruß an den Innenminister,er hat eine tolle Truppe.

  2. So etwas kommt davon, wenn man junge Polizeibeamte, frisch von der Schule , in Einsätze einbindet welche deren Kompetenz und taktische Erfahrung bei weitem übersteigt. Eine Bereitschaftspolizei sollte doch lieber geschlossene Einsätze und Verkehrskontrollen fahren und Aufgaben aus dem Bereich der organisierten Kriminalität denen überlassen die auch dafür zuständig sind! Dem SEK wird solch ein deletaner Einsatz der Bereitschaftspolizei durch die Medien schnell angehängt und der gute Ruf ist mal wieder dahin. Danke BFE!!

  3. Die übergroße Brutalität der Polizei, selbst wenn der Einsatz korrekt gewesen wäre, erschreckt mich. Andererseits, was soll man auch schon von diesem Staat erwarten. Anstand, Redlichkeit und Menschenwürde haben sich schon vor mehr als 20 Jahren erabschiedet und westdeutsche Herrenmenschen und ihre willigen Werkzeuge müssen wohl immer wieder mal wieder ihre Macht über uns demonstrieren. Schlimm ist nur, daß wir dieser Brutalität hilflos ausgeliefert sind. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt den armen Leuten, die wegen dieser Unfähigkeit wohl nie wieder ruhig schlafen können.

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