Dioxinskandal in Sachsen Anhalt

Die vom Dioxinskandal betroffenen Bundesländer sperren alle Agrarbetriebe, die möglicherweise verseuchtes Futter erhalten haben. Das betrifft Betriebe in Niedersachsen, in Sachsen-Anhalt und in Thüringen. Im Moment sieht das Bundesinstitut für Risikobewertung jedoch keine Gefahren für die Verbraucher. Wie der MDR mitteilte lagen die Messwerte in vier untersuchten Eiern zweimal über dem Grenzwert.

In Sachsen-Anhalt sind 4 Hühnerhöfe betroffen. Die betroffenen Betriebe aus dem Salzlandkreis, dem Saalekreis und dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld dürfen keine Tiere mehr ausliefern.

Das Futter stammt aus einem Mischfutterwerk in Sachsen-Anhalt. Der Betrieb im Landkreis Anhalt-Bitterfeld soll von einem Futtermittelhersteller aus dem schleswig-holsteinischen Uetersen beliefert worden sein. Insgesamt sollen 55 Tonnen dioxinverseuchter Futterfette des norddeutschen Herstellers an die sachsen-anhaltische Firma gelangt sein. Sie wurden dort mit etwa 1.000 Tonnen Schweine- und Geflügelfutter vermischt. Wie das Magdeburger Agrarministeriums mitteilte, wurden allein vier Landkreise in Sachsen-Anhalt mit dem Futter beliefert. Nach Angaben der schleswig-holsteinischen Futtermittelfirma hatte ein niederländischer Hersteller dioxinbelastete Fettsäure geliefert, die zu Futtermittel verarbeitet wurde. Die Ware soll aus einer Biodiesel-Anlage im niedersächsischen Emden geliefert worden sein. Woher das bei einer Routinekontrolle festgestellte Dioxin stamme, könne sich das Unternehmen nicht erklären.

Quelle: www.mdr.de

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