Der Ziegelrodaer Forst (Hermannseck)

Der Ziegelrodaer Forst oder vielen besser bekannt als Hermannseck

Durch seinen Artenreichtum und seine Vielfalt und Ungleichaltrigkeit an Laubbäumen und -sträuchern erfüllt der Ziegelrodaer Forst bereits seit fast zwei Jahrhunderten die gegenwärtigen Kriterien für einen narturnahen Wald.

Diese sind:
• ein hoher Laubbaumanteil
• eine Artenvielfallt, die sich keinesfalls auf Baum- und Straucharten beschränkt, sondern auch Pilze, Gräser, Kräuter und die Mannigfaltigkeit der Tierwelt mit einschließt
• ein vertretbarer Wildbestand
• Ungleichaltrigkeit der Waldbestände und eine dadurch bedingte Mehrschichtigkeit
• ein ideales Mischungsverhältnis zwischen Flach-, Herz- und Tiefwurzlern, aber auch zwischen Laub- und Nadelbäumen
• natürliche und künstliche Wasserstellen
• ein gut erschlossenes Wegesystem für den sanften Tourismus
• biologischer Waldschutz
• Schutz selt ener Waldgesellschaften sowie seltener Pflanzen u. Tierarten
• ökologisch verträg licher Einsatz der Forsttechnik
• Bevorzugung natürlicher Waldverjüngung
• Vermeidung von Kahlschlägen

Den Grundstein für den heutigen naturnahen Waldbestand legte der königliche Oberförst er C. F. G. Köstler bereits zu Beginn des vorigen Jahrhunderts.

Karl Friedrich Gottlob Köstler geboren am 14. Juni 1797 in Lodersleben. war ein hervorragender Forstmann mit ungeheurem Fleiß. der
hoher Sach- und Fachkenntnis unabläßlich zum Wohle des Waldes tätig war.

Unter seiner Leitung wurde 1830 das Hermannseck mit Mischwald bepflanzt. Diese Mischungsform erwies sich als ideal und führte zu einem ästhetischen Waldbild und zum Massenreichtum der Bestände mit guter Holzqualität.

Seine gewissenhafte waldbauliche Arbeit wurde für die nachfolgenden Förstergenerationen, als sein „fachlichen Ur-Ur-Enkel“, zum Leitfaden.

Im Alter von nur 45 Jahren verstarb er am 09. November 1842 in Ziegelroda an einer Tollwutinfektion.

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