Auf die Füße achten

„Zeigt her eure Füße“ – so beginnt ein altes Kinderlied. Während Kinderfüße meist spontan vorzeigbar sind, hat so mancher große Fuß etwas Pflege nötig, bevor er gezeigt werden kann. Schließlich wird den Füßen einiges abverlangt und zugemutet. Die täglichen Strapazen hinterlassen sichtbare, spürbare und manchmal auch riechbare Spuren. Schlimmstenfalls entwickeln sich daraus Fußprobleme, die einer fachmännischen Behandlung bedürfen.

Wenn der Fuß Probleme hat

Nicht nur beim Gehen, auch beim Stehen, Hüpfen, Tanzen und anderen Aktivitäten muss so ein Paar Menschenfüße erstaunliche Leistungen vollbringen. Dabei kommen 26 Knochen, 33 Gelenke, 20 Muskeln und rund 100 Sehnen und Bändern zum Einsatz. Von Natur aus ist der menschliche Fuß zum Barfußgehen gemacht, doch er wird viel zu oft in unpassendes Schuhwerk und unzweckmäßige Socken gezwängt. Darin herrscht mitunter ein Klima, das Schweißgeruch und Fußpilz begünstigt. Wo der Schuh drückt, bilden sich zudem mit der Zeit Hühneraugen und Schrunden. Statt auf wohlgeformten Füßen, laufen viele Menschen auf Platt-, Spreiz- oder Senkfüßen herum, andere leiden unter Hammerzehen oder einem Fersensporn.

Die gründliche Fußpflege, regelmäßiges Barfußlaufen, Fußgymnastik und perfekt passende Schuhe können dauerhaften Schäden am Fuß vorbeugen und Beschwerden lindern. Darüber hinaus kümmern sich Fachleute verschiedener Berufsgruppen in der Region um die Fußprobleme der Hallenser und Saalekreisbewohner. Dazu gehören Orthopäden und Orthopädieschuhmacher, Ergo- und Physiotherapeuten, Podologen und kosmetische Fußpfleger. Diabetiker finden außerdem in einer diabetologischen Fußambulanz fachgerechte Betreuung. Auf der Webseite der Deutschen Diabetes Gesellschaft findet sich eine Auswahl von zertifizierten Anlaufstellen.

Fußbad – Wohltat für die Füße

Nach einem anstrengenden Tag tut ein Fußbad nicht nur den Füßen gut. Als Badezusatz haben sich Kräuter und Salz bewährt, die bestimmte Beschwerden lindern können. So soll beispielsweise ein Sud aus Eichenrinde und Salbe gegen Schweißfüße helfen, Apfelessig soll die Schweißbildung ebenfalls mindern. Arnika und Beinwell machen wohl müde, geschwollene Füße wieder fit und Ingwer soll die Durchblutung anregen. Gegen Pilzinfektionen werden Wirkstoffe des schwarzen Tees, des Efeus aber auch einige Tropfen Teebaumöl empfohlen. Wobei Fußbäder nur ein Teil der möglichen Maßnahmen gegen das leidige Problem Fußpilz sind. Ein Solebad wird in vielen Fällen als angenehm empfunden und wirkt sich oft positiv auf die Haut aus. Dazu ist nicht unbedingt teures Meersalz nötig, normales Kochsalz tut es auch.

Das Fußbad macht Fußnägel und Hornhaut schön weich. So lassen sich die Nägel gut schneiden und die verhornten Hautstellen können schonend mit einem Bimsstein entfernt werden. Übrigens, laut Experten sollten die Fußnägel gerade geschnitten werden, damit sie nicht einwachsen. Egal ob gewaschen oder gebadet, anschließend sollten die Füße gut abgetrocknet werden auch zwischen den Zehen. Danach kann die Haut mit einem geeigneten Pflegemittel eingerieben werden. Bewährt haben sich feuchtigkeitsspendende Cremes und Lotionen. Besonders wenn sich häufig Schwielen und Hühneraugen bilden, empfiehlt sich eine Fußcreme mit dem hornlösenden Wirkstoff Urea.

Schuhe und Strümpfe – Fußbekleidung

Während der warmen Jahreszeit kann ein so gepflegter Fuß in Sandalen gezeigt werden, wobei modisch lackierte Fußnägel zusätzlich einen Blickfang bilden. An kühlen Tagen sind Schuhe und Strümpfe angesagt. Schon Naturheilkundler Pfarrer Kneipp warnte, dass zu enge Schuhe eine Verkrümmungsmaschine für den Fuß seien und er riet zu häufigem Barfußlaufen. Tatsächlich führen auch heute Experten viele Fußschäden auf falsches Schuhwerk. Oft entscheiden Käufer nach Optik und Design und hoffen der begehrte aber unbequeme Schuh wird sich „einlaufen“. Blasen, eingewachsene Nägel und Schmerzen im Bewegungsapparat können die unliebsamen Folgen sein.

Empfehlungen von Schuhexperten:

  • Der Schuh soll bereits bei der Anprobe passen und perfekt sitzen.
  • Vor den Zehen sollte etwa eine Daumenbreite Platz sein.
  • Im Mittelfußbereich sollte der Schuh gut anliegen.
  • Die Ferse sollte beim Gehen nicht aus der Hinterkappe herausrutschen.
  • Ideal sind Lederschuhe (meinte schon Kneipp). Leder nimmt den Fußschweiß auf und transportiert die Feuchtigkeit nach außen. Deshalb sollten Lederschuhe nach dem Tragen gut austrocknen.
  • Gummistiefeln und anderes Schuhwerk aus synthetischem Material sollte nur stundenweise getragen werden.

Socken und Strümpfe können ebenfalls das Wohlbefinden der Füße beeinflussen. Dies beginnt bei den Materialen und setzt sich in der Passform fort. Damit sich keine Druckstellen bilden, sollte die Socke gut sitzen und möglichst an Ferse und Zehen verstärkt sein. Außerdem sollte der Sockenbund nicht einschneiden. Ein Materialmix aus Baumwolle, Elastan und Polyamid verspricht einen angenehmen Tragekomfort. Ob die Socke passt, lässt sich beim Kauf meist mit der Faustformel prüfen, die bei den meisten erwachsenen Menschen zutrifft. – Wenn sich der Fußteil so um die Faust des Trägers wickeln lässt, dass sich Ferse und Zehteil gerade berühren, hat der Strumpf die richtige Größe.

Mit einem großen Sortiment an Socken und Strümpfen ist der Socken-Lutz unterwegs. Sein Verkaufsauto ist vielen Hallensern bekannt. Er baut seinen Stand regelmäßig unter anderem auf den Märkten in Halle-Neustadt, an der Vogelweide, am Rosengarten, in Trotha und am Böllberger Weg auf. Termine

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